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Die EU-Kommission hat einen Bericht über den Erhaltungszustand von über 1150 Arten und 200 Lebensraumtypen, die durch EU-Recht geschützt sind, veröffentlicht. Nur bei einem kleinen Teil dieser empfindlichen Lebensräume und Arten wurde ein guter Erhaltungszustand erreicht; die Mitgliedstaaten müssen ihre Anstrengungen verstärken, wenn sich diese Situation verbessern soll. Der Bericht, der sich auf den Zeitraum 2001-2006 erstreckt und die bislang umfassendste Übersicht über die biologische Vielfalt in der EU bietet, ist ein wichtiger Maßstab zur Abschätzung zukünftiger Trends. Grasland, Feuchtgebiete und Küstenräume sind am stärksten gefährdet, insbesondere wegen des Rückgangs der traditionell geprägten Landwirtschaft, wegen der Förderung des Fremdenverkehrs und wegen des Klimawandels. Es gibt aber auch einzelne Lichtblicke: So beginnen einige größere, bedeutsame Arten wie der Wolf, der eurasische Luchs, der Biber und der Otter bereits wieder, Teile ihrer früheren Lebensräume zu bevölkern.

Hintergrund ist Artikel 17 der Habitatrichtlinie. Mit ihm werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, alle sechs Jahre über die Durchführung der in der Richtlinie festgelegten Maßnahmen Bericht zu erstatten. In den Berichten für den Zeitraum 2001-2006 wurde erstmals der Zustand der unter die Richtlinie fallenden Arten und Lebensräume, die im Hoheitsgebiet der jeweiligen Mitgliedstaaten zu finden sind, bewertet. Die Europäische Umweltagentur hat anhand dieser Berichte eine integrierte Bewertung nach geografischen Regionen, Lebensraumtypen sowie Tier- und Pflanzenarten vorgenommen. Anschließend hat die Kommission, wie in der Richtlinie vorgesehen, anhand dieser Bewertungen den zusammenfassenden Bericht erarbeitet.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie
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Informationen zu Artikel 17 der Habitatrichtlinie und den Berichten finden Sie
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