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Der am 13. November veröffentlichte Bericht über das Projekt "Ökonomischer Wert von Ökosystemen und biologischer Vielfalt“ (The Economics of Ecosystems and Biodiversity - TEEB) wurde von Deutschland und der EU-Kommission als Antwort auf einen Vorschlag der G8+fünf Umweltministern 2007 auf den Weg gebracht und richtet sich insbesondere an Entscheidungsträger. Der Studie zufolge nimmt weltweit die Belastung der Ökosysteme zu und viele dieser wertvollen Ausgleichsleistungen sind gefährdet. Zwar können technische Lösungen einige dieser Leistungen ersetzen, doch hat dies in der Regel einen hohen Preis. Die Erhaltung und Wiederherstellung der Artenvielfalt ist daher ein wesentlicher Schritt beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, vor allem weil die Artenvielfalt auch für einen erfolgreichen Klimaschutz unerlässlich ist.

Aus dem Bericht wird deutlich, dass Investitionen in den Schutz von Ökosystemen
sehr rentabel sein können. Die Natur unterstützt eine breite Palette von
Wirtschaftssektoren und erweitert unsere Optionen für langfristiges
Wirtschaftswachstum. Die Natur kann lebenswichtige Leistungen (Bereitstellung von
Trinkwasser und Klimaregulierung) häufig kostengünstiger erbringen, als wenn in
technische Lösungen investiert werden müsste. Schutzgebiete – Dreh- und
Angelpunkt unserer Naturschutzstrategie – kommen nicht nur der Natur zugute, sie
können auch beträchtliche Gewinne abwerfen. Nach Schätzungen beträgt in
Schottland der öffentliche Nutzen der Schutzmaßnahmen für das Natura-2000-Netz
(das europäische Netz von Schutzgebieten) etwa das Dreifache der Kosten.

Der Bericht hebt zwei wichtige Herausforderungen für die politischen Entscheidungsträger hervor. Die erste Herausforderung besteht darin, den Wert unserer Ökosysteme, der Artenvielfalt und natürlichen Ressourcen zu erkennen und diesen in den Beschlussfassungsprozess in allen Politikbereichen auf allen Ebenen (lokal,
national, global) einzubeziehen. Die zweite Herausforderung besteht darin, wirksam
zu reagieren und politische Lösungen auf die Bedürfnisse verschiedener Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme zuzuschneiden.

Der Bericht und weitere Informationen zum Thema können >hier in englischer Sprache nachgelesen/heruntergeladen werden.
Die Presseerklärung der Europäischen Kommission zur Veröffentlichung des Berichts in deutscher Sprache kann >hier nachgelesen werden.
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