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UVP-report 2017

31 (2): 153-161

Schwerpunktbeitrag Focus article

Availability and access to documents and process information in Environmental Assessments (EAs) – Good practice and quality management? Part 2: Services to Support Participation and E-participation
Verfügbarkeit von und Zugang zu Dokumenten und Verfahrensinformationen in Umweltprüfungen – Gute Praxis und Qualitätsmanagement? Teil 2: Dienste zur Beteiligungsunterstützung und Online-Beteiligung

Lisa Friederike Odparlik, Andreas Kerkemeyer & Johann Köppel

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DOI: 10.17442/uvp-report.031.18

Online veröffentlicht Published online: 10/10/2017

Zusammenfassung

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein integraler Bestandteil jeder Umweltprüfung (UP). Diskussionen darüber, warum, wann und wie die Öffentlichkeitsbeteiligung in den Planungsprozess von Projekten, Plänen und Programmen integriert werden kann, dominierten die Debatte über eine faire und effektive Teilnahme. Dennoch ist ein wesentlicher Aspekt unterrepräsentiert, vor allem in Deutschland: Die Teilnahme braucht Informationen, denn die Information der Öffentlichkeit ist ein Schlüsselelement für jede Form der Beteiligung. Die EU hat die Bedeutung der Bereitstellung von Informationen für eine wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit anerkannt und mit ihrer UVP-Änderungsrichtlinie festgelegt, dass die Bekanntmachung und die Unterlagen aus UVP-Verfahren in Zukunft elektronisch über zentrale Portale durch die Mitgliedstaaten bereitgestellt werden sollen. Dies wirft die Fragen auf, wie ein „ideales" Portal aussehen würde und welche rechtlichen und sonstigen nichttechnischen Hindernisse überwunden werden müssen. Während der erste Teil dieses Aufsatzes den rechtlichen Hintergrund und die Praxis der Bekanntmachung von Projekten und die Bereitstellung von Dokumenten in Deutschland untersuchte, konzentriert sich dieser zweite (und letzte) Teil der Arbeit auf Fragen zu zusätzlichen Dienstleistungen zur Unterstützung traditioneller Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Online-Beteiligung. Dies geschieht durch den Vergleich des „idealen" Portals und der internationalen Praxis mit der deutschen Praxis und ihrem rechtlichen Hintergrund. Letztere wurde mithilfe einer Website-Analyse und einer Online- Umfrage unter 74 informationspflichtigen Behörden untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in Deutschland einige Anpassungen erforderlich sind, um nicht nur die neuen Anforderungen der UVP-Änderungsrichtlinie 2014 zu erfüllen, sondern auch den materiellen Zugang zu UP-Informationen zu verbessern.

Abstract

Public participation is an integral part of any environmental assessment (EA). Discussions about the why, when, and how to integrate participation in the planning process of projects, plans and programmes have dominated the debate regarding fair and effective participation. Albeit, one essential aspect has been underrepresented, especially in Germany: Participation needs information and therefore the information of the public is a key element to any form of participation. The EU has recognised the importance of the provision of information for effective public participation and stipulates with its revised EIA Directive that notice and documents from EIA processes shall be supplied electronically via central portals by Member States. This raises the questions how an ‘ideal’ registry would look like and which legal and other non-technical obstacles have to be met in order to achieve this. While the first part of this paper investigated the legal background and practice of notice of projects and the provision of documents in Germany, this second (and final) part of the paper will focus on questions on additional services to support participation and eparticipation. This will be done by comparing the ‘ideal’ registry and the international practice to the German practice and its legal background. The latter has been investigated in a website analysis and an online survey conducted amongst 74 agencies with an obligation to provide information. It concludes in providing an outlook – which adjustments might be necessary in Germany to fulfill not only the new requirements of the revised EIA Directive 2014 but also improve the substantive access to EA information.

Schlagworte

Deutschland; Umweltverträglichkeitsprüfung; Strategische Umweltprüfung; Zugang zu Umweltinformationen; Öffentlichkeitsbeteiligung; Internet

Keywords

Germany; Environmental impact assessment; Strategic environmental assessment; Access to environmental information; Public participation; Internet