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UVP-report 2016

30 (2):  65-70

Focus article Schwerpunktbeitrag

Focus on biodiversity in the amended EIA Directive – Swedish perspectives
Schwerpunkt biologische Vielfalt in der UVP-Änderungsrichtlinie aus schwedischer Sicht

Sara Khoshkar, Christina Hörnberg, Kristina Lundberg & Berit Balfors

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DOI: 10.17442/uvp-report.030.12

Online veröffentlicht Published online: 04/08/2016

Abstract

Biodiversity is a key component of sustainable development, affected in many ways by development projects. Despite its importance, it has been challenging to fully account for biodiversity within the environmental assessment process. In the amended EIA Directive, biodiversity issues are strengthened with reference to species and habitats protected under the Habitats and the Birds Directives. Through examination of wind farm court cases, this paper aims to explore strengths and weaknesses in addressing the species and habitat protection within biodiversity in contemporary EIA practice in Sweden. Barriers have been identified which hinder the full integration of biodiversity in EIA practice here, for example, lack of geographically specified biodiversity data and missing alternatives in the wind power court cases. The inclusion of biodiversity as a mandate in the EIA directive can contribute to improve the quality of biodiversity data and also meet the demands posed in the court cases. This involves that EIA can be better suited to meet the challenges and enhance the consideration of biodiversity issues in planning and decision-making.

Zusammenfassung

Biologische Vielfalt ist ein wichtiger Teil von nachhaltiger Entwicklung und wird in vielerlei Hinsicht von Vorhaben beeinflusst. Trotzdem ist es immer noch eine Herausforderung, biologische Vielfalt angemessen in UVP-Verfahren zu berücksichtigen. Die UVP-Änderungsrichtlinie misst der Biodiversität eine größere Bedeutung in Bezug auf Arten und Lebensräume zu, die unter die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie oder die Vogelschutzrichtlinie fallen. Dieser Artikel stellt Stärken und Schwächen bei der Behandlung von Arten und Lebensräumen in der derzeitigen UVP-Praxis in Schweden vor. Er basiert auf einer Auswertung von Gerichtsverfahren zu Windkraftprojekten. Es wurden Faktoren erkannt, die die vollständige Integration von Biodiversität in die UVP-Praxis behindern, zum Beispiel der Mangel an räumlich spezifizierten Daten über biologische Vielfalt und die fehlende Betrachtung von Alternativen. Die Verpflichtung, biologische Vielfalt zu betrachten, kann dazu beitragen, die Qualität der Daten über biologische Vielfalt zu verbessern. Das führt dazu, dass die UVP ihre Ziele besser erfüllen kann und das Thema Biodiversität in Planung und Entscheidungsfindung stärker berücksichtigt wird.

Keywords

Sweden; Biodiversity; Habitats appropriate assessment; Environmental impact assessment; Court decisions; EU law; Environmental law; Wind energy; Energy management, environmental issues

Schlagworte

Schweden; Biologische Vielfalt; FFH-Verträglichkeitsprüfung; Projekt-Umweltverträglichkeitsprüfung; Gerichtsentscheidungen; EU-Recht; Umweltrecht; Windenergie; Energiewirtschaft, Umweltprobleme