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Die AG Menschliche Gesundheit wurde 2008 auf Initiative des damaligen Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit (LIGA) NRW, Prof. Dr. R. Fehr und Dr. R. Welteke, und Dr. J. Hartlik, Vorstand der UVP-Gesellschaft, gegründet. Sie trifft sich seit 2008 regelmäßig. Aufgrund des großen Interesses (mehr als 30 Interessierte und Treffen mit durchschnittlich 20 Personen) wurden themenspezifische Arbeitskreise eingerichtet.


Themenübersicht:

  • Leitlinien für eine wirksame Berücksichtigung von Gesundheitsbelangen in Planungsverfahren
  • Zusammenstellung/Entwicklung von Standards und Qualitätszielen
  • Aufbau eines Expertennetzwerkes im Rahmen des geplanten "Kompetenznetzes Umweltprüfungen"


Mitglieder:

Mehr als 30 Personen, daher erfolgt hier keine Auflistung. Vertreten sind die Universitäten Bielefeld, Dortmund, Halle und Wuppertal, das Umweltbundesamt, das Landeszentrum Gesundheit NRW, das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW, die Ärztekammer Westfalen sowie verschiedene Gutachterbüros, Stadtplanungs-, Umwelt- und Gesundheitsämter.


Leiter der AG:

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Leiter der Redaktionsgruppe zu den 'Leitlinien':

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Lehrte


Ziele der AG:

Mit seiner Arbeit möchte die AG die "gute fachliche Praxis" der Umweltprüfung in Bezug auf die Behandlung des Schutzgutes Menschliche Gesundheit vorsorgeorientiert mit der Erarbeitung von Leitlinien und im Anschluss daran mit praxisbezogenen Leitfäden für unterschiedliche Planungsebenen konkretisieren.


Die Leitlinien sind mittlerweile erschienen und können über die UVP-Gesellschaft e. V. bezogen werden.

Die Inhalte:

Zu den Schutzgütern der Umweltprüfungen zählt seit jeher der Mensch. Seit der Novellierung des Gesetzes über die Um- weltverträglichkeitsprüfung 2005 ist auch die „Menschliche Gesundheit“ expliziter Bestandteil der Prüfungen. Das Bau- gesetzbuch fordert die besondere Berücksichtigung der An- forderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Rahmen der kommunalen Planung.

Aktivitäten auf kommunaler („Fachplan Gesundheit“, Gründung des „Gesunde Städte-Netzwerks“) oder Landesebene (Masterplan Umwelt und Gesundheit NRW) weisen auf die Prominenz des Themas hin. Auch internationale Initi- ativen, wie z. B. solche der WHO zur „Gesunden Stadt“, unterstreichen den hohen Rang des Themas in der Diskus- sion um den richtigen Weg, den die Entwicklung der bebauten und unbe- bauten Umwelt unter besonderer Be- rücksichtigung der menschlichen Ge- sundheit nehmen soll. Umso überra- schender ist es, dass – im Gegensatz zu vielen anderen inhaltlichen Frage- stellungen – für die Berücksichtigung der menschlichen Gesundheit auf den verschiedenen Ebenen der räumlichen Planung eine adäquate Operationali- sierung fehlt.

Die Arbeitsgruppe „Menschliche Gesundheit“ aus Wissenschaftlern und Praktikern aus Hochschulen, Behörden und Gutachterbüros verschiedener Disziplinen verfolgt mit den Leitlinien  das Ziel,

  • den Vorgaben von UVPG-Gesetz, Baugesetzbuch und ande- ren Umweltfachgesetzen zur Berücksichtigung des Men- schen und seiner Gesundheit in Planungsprozessen und Zulassungsverfahren mehr Substanz zu verschaffen,

  • das Verständnis der beteiligten Fachdisziplinen unterein- ander für die Arbeitsweisen und Fragestellungen zu ver- bessern, um die interdisziplinäre Bearbeitung des The- menfeldes zu optimieren,

  • darauf aufbauend Leitlinien für die Akteure zu entwickeln die sich in ihrem Aufgabenbereich mit dem Schutzgut „Menschliche Gesundheit“ befassen – ob in Planungsbüros, in Genehmigungsbehörden, in verfahrensbeteiligten Gesundheitsämtern, Verbänden oder in sonstigen interessierten Kreisen.

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